Science Fiction?

Liebe Mitglieder und Freunde der DVFA,

heute fand das 2. DVFA Insights zum Thema Additive Manufacturing (AM) statt. Sie und ich kennen das Thema allerdings unter dem Namen 3D-Printing.

Was sich nach Science Fiction anhört ist schon längst Realität: Sie schicken eine dreidimensionale Skizze z.B. einer Tasse an einen Drucker, der Ihnen aus Kunststoff oder gar Metall die Tasse ausdruckt. Wenn es nur Kunststoff sein soll, dann können Sie das bereits heute von zuhause aus erledigen, denn alles was Sie brauchen, das ist ein Drucker für ca. EUR 500-700. (Metall ist noch deutlich teurer, alles nur eine Frage der Zeit.) Ein Freund, der privat Theater spielt, erzählte mir, dass er mit einem 3D-Drucker das komplette Modelle einer Bühne samt Kulissen erstellt hätte. Genial.

Dr. Langefeld von Roland Berger Strategy Consultants, der den Vortrag auf DVFA Insights hielt, rät aber davon ab, 3D-Printing als die nächste industrielle Revolution zu sehen. Als promovierter Ingenieur schreibt er 3D-Printing zumindest kommerziell nur eine Bedeutung zu in Hightech-Branchen mit kleinen Serien so z.B. der Luftfahrtindustrie, der Formel I, oder im Bau von Prototypen. Was Sie und ich zuhause mit 3D-Druckern betreiben, so die etwas despektierliche Betrachtung von Langefeld, das sind Gimmicks. Also, wenn wir uns eine Schnabeltasse mit dem Bild von Rolf Breuer drucken, oder Schachfiguren mit den Gesichtern von unseren Ahnen.

Wenn Sie an diesem Wochenende feststellen, dass Ihre Lieblings-Grillzange zerbrochen ist, dann ab zu Saturn oder in den Mediamarkt zum 3D-Drucker-Kauf. Aber denken Sie bitte daran, dass Sie für Grillzangen spezielles Rohmaterial brauchen.

Kommen Sie gut in und durch das Wochenende und bleiben Sie uns gewogen.

Ihr

Ralf Frank

Über Ralf Frank

Ralf Frank ist seit 2002 bei der DVFA, seit 2004 als Geschäftsführer der DVFA GmbH und seit 2011 als Generalsekretär des Verbands.

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