Nachtrag zu Mesofacts

Ralf Frank

Liebe Mitglieder und Freunde der DVFA,

wenn Ihnen mein Blogbeitrag vom 29. Juli gefallen hat, Sie sich aber fragen, was denn eigentlich Beispiele von Mesofacts sind, einem Konzept, das auf Samuel Arbesman zurückgeht, hier ein paar Beispiele aus dem Management.

Mesofacts, sind Fakten, die sich über lange Zeiträume verändern, die in ihrer Zeit als evident gelten, aber durch Forschung im Laufe der Zeit häufig falsifiziert werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie auf ihrem Zenit bewiesen sind oder nicht. Im Sinne von Glaubenssätzen strukturieren sie Denken, Handeln und werden als „quasi bewiesen oder wahr“ angesehen.

  • Wenn Kollegen früher nach Hause gehen, sind sie faul.
  • Menschen leisten mehr, wenn man ihnen mehr Geld gibt.
  • Bei uns macht jeder nur Dienst nach Vorschrift. Nur wenige wollen Verantwortung übernehmen.
  • Die zur Wertschöpfung nötigen Aufwände sind verursachungsgerecht einer Quelle zurechenbar (Kostenstellendenken).
  • Die Zukunft ist planbar.
  • Maximale Effizienz bedeutet maximaler wirtschaftlicher Erfolg.
  • Das Top-Management muss in der Lage sein, das Unternehmen zu steuern.
  • Wenn es keine formale Hierarchie gibt, dann machen alle was sie wollen.
  • Jeder Sonderfall eines Wertschöpfungsprozesses kann antizipiert und im Prozesshandbuch abgebildet werden.
  • Regelmäßige Reportings sorgen dafür, dass die Entscheider informiert bleiben.
  • Wenn wir Aufgaben und Verantwortlichkeiten klarer regeln würden, entstünden weniger Missverständnisse und Reibungen in den Prozessen.
  • Wenn sich jeder an die Pläne halten würde, wären wir auch erfolgreich.
  • Die Einzelleistung eines Mitarbeiters ist messbar. Die Summe der Einzelleistungen ergibt die Gesamtleistung.
  • Unterschiedliche Funktionen voneinander abzuteilen, ist die wirtschaftlichste Organisationsweise.
  • Je mehr Meetings wir machen, desto mehr lässt sich klären.
  • Je effizienter wir die Meetings gestalten, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Meeting-Elend ein Ende findet.
  • Wenn man sich bei seinem Vorgesetzten absichert, ist man nachher nicht der Dumme.
  • Wenn wir Mitarbeitern Goodies/Freizeitausgleich (nach R. Sprenger »Fluchtverhinderungssysteme«) anbieten, sind sie mir ihrer Arbeit zufriedener und leisten mehr.
  • Wir können die Leistung unserer Mitarbeiter erhöhen, indem wir sie in Schulungen schicken.
  • Mit Assessment-Centern können wir Talente für unsere Arbeit identifizieren.

Die Aufzählung habe ich in einem Blogbeitrag von Mark Puppenberg „WARUM MITARBEITER DAS INTRANET NICHT NUTZEN“ vom 28.07.2016 unter http://intrinsify.me/Blog/items/warum-mitarbeiter-das-intranet-nicht-nutzen.html gefunden.

Über Ralf Frank

Ralf Frank ist seit 2002 bei der DVFA, seit 2004 als Geschäftsführer der DVFA GmbH und seit 2011 als Generalsekretär des Verbands.

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